Das sagt EMS-Trainings Experte Gunnar Schäfer zur Cellulite-Bekämpfung

Tipps von EMS-Trainings Experte und Personal Trainer Gunnar Schäfer zur Bekämpfung von Cellulite

EMS-Training mit Gunnar Schäfer

Haftungsausschluss: Die Inhalte auf dieser Seite sind aufgrund eigener Erfahrungen und nach bestem Wissen und Gewissen entstanden. Aber jeder Körper ist individuell und wir können Dir daher keine bestimmten Verbesserungen versprechen (das wäre weder ehrlich noch seriös).

Gunnar Schäfer

Quelle: gunnar-schaefer.de

Gunnar Schäfer ist seit 30 Jahren in der Fitness-Branche und hat immer wieder versucht mit Abnehmkursen und diversen Sportprogrammen Leute zum Abnehmen zu bringen.

Hier seine Meinung zur Fitnessbranche und seine Tipps zur Cellulite Reduzierung.

Das ist Cellulite und so entsteht es

Cellulite entsteht durch ein zu schwaches Bindegewebe.

Ich kann das Bindegewebe durch Muskeltraining kräftigen, das funktioniert, ABER...

Wenn das Bindegewebe einmal schwach ist (also Cellulite schon vorhanden ist), kann ich so viel trainieren wie ich will, das Bindegewebe wird dadurch nicht mehr fester.

Habe ich ein einigermaßen funktionierendes festes Bindegewebe, kann ich es durch Muskeltraining festigen, weil der Körper Collagen produziert und das Collagen festigt das Bindegewebe.

Bei Cellulite habe ich aber das Problem, dass das Bindegewebe schwach ist (Gründe kommen noch).

Bei Cellulite muss man sich das Lymphsystem anschauen!

Das Lymphsystem ist das Abwassersystem in Körper, das zwischen Muskulatur und Haut fließt und arbeitet und so funktioniert es:

  1. Wir haben bei den Venen die Taschenklappen. Wenn der Muskel kontrahiert, presst er die Venen zusammen und das Blut kann nur in eine Richtung fließen, nämlich nur nach oben in Richtung Herz.
  2. Der Muskel lässt locker, das Blut sackt wieder runter und wird von der nächsten Taschenklappe gehalten.
  3. Bei der nächsten Muskelkontraktion wird das Blut wieder hochgepumpt. Das Herz schafft es alleine nicht, das Blut durch die Arterien und dann über die Venen zurück zum Herz zu pumpen.
  4. Das Blut braucht speziell in den Beinen, wo es gegen die Schwerkraft arbeiten muss, die Muskelpumpe, d.h. die Muskelaktivität, ansonsten kommt das Blut nicht zurück.
  5. Das Problem haben die Astronauten im Weltraum. Sie haben keine Muskelaktivität und haben deswegen einen schlechten venösen Rückstrom.
  6. Hier auf der Erde haben Menschen auch einen schlechten venösen Rückstrom, weil durch verschiedene Gründe wie schlechte Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, die Taschenklappen kaputtgehen und die Arterien und die Venen erweitert sind. Und dadurch kann das Blut ebenfalls nicht oder nur schwer zurückfließen.
  7. Das gleiche passiert mit den Lymphen. Die Lymphe hat kein Herz und fließt ausschließlich durch die Muskulatur.

    Das heißt, wenn ich morgens aufstehe, läuft das Wasser schwerkraftmäßig in die Beine. Dann fange ich an herumzulaufen und hier sind die Waden sehr wichtig.

    Der Muskel spannt an und drückt dabei das Lymphgewebe wie ein Schwamm aus, der Muskel lässt wieder locker und das Lymphgewebe ist wieder voller Wasser. Durch diesen Mechanismus funktioniert die Lymphe.
  8. Und die Lymphe ist als Abstransport- und Entschlakungssystem für unseren Körper zuständig (Stoffwechselendprodukte, Umweltstoffe, Schlackestoffe, Gifte,… alles was so an „Dreck“ anfällt im Körper wird durch die Lymphe abtransportiert).

    Dann durch die Nieren gefiltert, landet dann in der Blase und wird dann ausgeschieden, wie wir es kennen.
  9. Und hier kommt der Clou. Wenn jetzt das Bindegewebe schwach ist, dann spannt der Muskel an und versucht wie erwähnt das Lymphgewebe auszudrücken wie ein Schwamm (und den Dreck abzutransportieren).

    Das Lymphgewebe liegt dabei zwischen Bindegewebe und Muskel. Bei einem schwachen Bindegewebe gleicht dieses einem weichen Wattebausch. Das heißt, der Muskel hat keinen straffen Gegenpol, um das Lymphgewebe effektiv zusammenzudrücken.

    Der Wattebausch gibt nach, der Schwamm wird nicht zusammengedrückt und das Wasser bleibt drinnen. Es funktioniert also nicht so, wie es der Körper für die Funktion der Lymphe vorgesehen hat.
  10. Die Folge ist jetzt, dass Wasser drinnen bleibt und somit Schlackestoffe drinnen (die die Lymphe eigentlich abtransportieren sollte) bleiben.

    Das sieht man auch daran, dass man Abends häufig die Abdrücke von Socken oder Schuhen an den Füßen hat (das ist ein Anzeichen dafür, dass das Lymphsystem nicht gut genug funktioniert).
  11. Die Schlackestoffe, die dadurch nicht abtransportiert werden können haben einen sauren PH-Wert. Dadurch geht der PH-Wert des Bindegewebes langsam nach unten.

    Dann kommen die Enzyme ins Spiel, das sind Biokatalysatoren, die chemische Prozesse in Gang bringen sollen.

    Bei der Kollagenproduktion brauche ich chemische Prozesse, die durch die Emzyme in Gang gesetzt werden müssen. Diese Enzyme sind aber sehr PH empfindlich und arbeiten nur bei einem bestimmten PH-Wert (7,4 also neutral) korrekt.
  12. Wenn aber durch diese vielen Schlackestoffe, die nicht abstransportiert werden konnten, übersäuert und somit nicht neutral ist, können diese Enzyme nicht mehr richtig arbeiten (das ist das gleiche wie wenn bei großer Anstrengung der Muskel übersäuert und zu viel Milchsäure produziert wird, können diese Enzyme auch nicht mehr arbeiten und der Muskel wird müde). Und unsere Haut wird müde, weil kein Kollagen mehr gebildet werden kann.
  13. Das heißt, wenn ich einmal das Problem eines weichen Bindegewebes habe, wird diese Fehlfunktion immer stärker und das Bindegewebe immer noch weicher.

    Dadurch, dass das Bindegewebe eben weich ist, können die Schlackestoffe nicht raus und machen das Bindegewebe sauer, reduzieren die Aktivität der Enzyme und es kann kein oder nur mehr wenig Kollagen produziert werden.
  14. Und jetzt kommt einer schlauer Trainer oder Coach und sagt, wir machen ein Haustraffungsprogramm und machen jeden Tag Sport.
  15. Dann passiert folgendes: die Haut zieht immer mehr Schlackestoffe ins Bindegewebe, sodass der PH-Wert noch weiter runter geht und die Cellulite wird schlimmer.

    Man sieht das besonders bei sehr schlanken Frauen, die viel Sport machen und zum Beispiel viel joggen gehen. Und dann berichten, dass beim Joggen ihr Bindegewebe schlechter wird.

    Zu einem geringen Teil auch durch die Stöße und Erschütterungen, aber zum Großteil liegt es daran, dass durch die Anstrengung des Laufens der PH-Wert weiter runtergeht.
  16. Sport ist zwar hilfreich und unterstützen, aber nicht Sport bei dem es ums Auspowern und große Anstrengung geht und wo saure Stoffe produziert werden, sondern Sport bei dem man im aeroben Bereich arbeitet.

    Da ist Schwimmen (Wasser ist besonders gut, weil ich da den Gegendruck von Wasser habe) gut, da ist Walken gut, da ist Radfahren gut – alles wo ich mich bewege, aber nicht groß anstrengen muss.
  17. Sport ein bis maximal zweimal die Woche, nicht mehr. So gut und gesund Sport sein mag, zur Cellulitebekämpfung ist er kontraproduktiv.

So kann man Cellulite in den Griff bekommen

Um die Cellulite in den Griff bekommen zu können, musst Du das Bindegewebe entsäuern.

Die zwei Faktoren, die hier eine zentrale Rolle spielen sind:

  1. Ernährung
  2. Lymphdrainage

Cremes können also hier nur dann unterstützen, wenn sie nicht oberflächlich wirken (wie im Prinzip jede handesübliche Creme), sondern in die Unterschichten der Haut hineinzuwirken und dort entsäuernd zu wirken.

Genau das ist das Problem bei kosmetischen Produkte und medizinischen Produkten, die nicht so tief reinkommen, wo sie eigentlich wirken sollten, um die Cellulite zu bekämpfen.

Denn Cellulite ist kein oberflächliches Problem.

Gunnar Schäfer macht folgendes mit seinen Patientinnen:

  1. Nahrungsergänzung (inkl. Ernährungsplan) => bringt nach 3-4 Wochen schon deutliche Verbesserungen.
  2. Passive mechanische Lymphdrainage (ein System, was für die Raumfahrt entwickelt wurde, um den venösen Rückstrom bei Astronauten zu gewährleisten.

Im Bereich der Cellulitebekämpfung kann ich so den Lymphfluss wieder anregen, bekomme nach und nach eine Entschlackung, eine Entsäuerung und den Collagenaufbau hin und damit ein besseres Bindegewebe (12-24 Anwendungen für sichtbare Ergebnisse).

ABER all das ist keine Zaubermethode! Es baut KEIN Fett ab!

Es strafft die Haut und zieht Wasser raus und bringt auch eine glatte Haut.

Es geht bei diesen Methoden also nicht darum abzunehmen, sondern um Glättung und Straffung der Haut und Cellulitereduktion, Cellulitebeseitigung und KEINE Fettabbau.

HINWEIS: Bei den meisten Frauen fängt das Celluliteproblem mit Einnahme der Pille an.

Die Pille sind ja Hormone, die eine Schwangerschaft vortäuschen und während einer Schwangerschaft muss das Bindegewebe ja weich werden, damit sich der Körper auf die Geburt vorbereiten und sich der Muttermund öffnen kann.

Allerdings wird eben durch diese meist über Jahre hinweg andauernde Hormoneinnahme nicht nur der Muttermund, sondern alles weich.

Und natürlich auch dann bei einer echten Schwangerschaft bzw. dann wenn Frauen generell zunehmen, z.B. durch die typischen Auslöser wie falsche Ernährung, Bewegungsmangel,… auch dadurch wird das Bindegewebe dann weicher.

WICHTIG: Wenn ich gutes Bindegewebe habe, dann kann ich Sport machen, um mir dieses zu erhalten!

Wenn ich ein schwaches und weiches Bindegewebe habe, ist Sport kontraproduktiv!

Genau daher funktionieren die Anti-Cellulite Trainingsprogramme, die auf Sport und Muskelaufbau ausgelegt sind, definitiv nicht!

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Katja Blüme
 

Ehemalige Partymaus, heute Anfang 40, verheiratet und 2-fache Mutter mit Fulltime-Job. :-) Ich schreibe hier über meinen persönlichen Weg, wie ich meine Cellulite auf ein noch kaum sichtbares Minimum reduzieren konnte. Ich möchte jede Leidensgenossin motivieren, es mir nachzumachen und dazu einladen, mir über meine Kontaktseite jederzeit eine nette Mail mit Fragen zu schreiben oder einfach "ihre Cellulite-Story" zu erzählen. :-) Meine ganze Geschichte kannst Du bei Interesse hier nachlesen.

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